Es gibt Bücher, bei denen man recht deutlich spürt, dass es dem Autor vorrangig um den Ertrag ging, und solche, bei denen zwischen den Zeilen förmlich die Funken sprühen. Wenn der Autor dann auch noch für seine Leidenschaft begeistern kann, ohne missionarisch zu sein oder engstirnig zu wirken, dann – bingo.
„Tanz und Yoga“ von Gabriele Klaiber ist ein solches Buch, das mitreißt und Impulse gibt. Dass an der grafischen Gestaltung gespart wurde, fällt kaum auf – in so vielfältigen Nuancen schildert die Autorin ihre Synthese aus Yoga und Tanz, dass man beim Lesen beinahe sinnlich wahrzunehmen scheint, wovon sie spricht. Klaiber, die u.a. als Meditationslehrerin ausgebildet ist, macht Lust auf Yoga und Tanz, indem sie immer wieder eigene Erfahrungen beschreibt, was dem Buch eine persönliche, aber in diesem Fall nicht egozentrische Note verleiht, inspirierende Zitate einfließen lässt und zahlreiche kleine Übungen vorstellt, die den Leser auf den Geschmack bringen. Das Buch setzt keine Vorkenntnisse in Yoga, Meditation und Tanz voraus und ermutigt auch all diejenigen, die insbesondere hinsichtlich des Tanzens, des freien Ausdrucks im Raum, Hemmungen haben und sich für wenig befähigt halten. Auch wer in Yoga und Tanz schon erfahren ist, findet in diesem facettenreichen, nicht nur an reiner Körperarbeit interessierten Buch vielerlei Anregungen.
Broschiert, 205 Seiten.