Schon in ihrem letzten - sehr erfolgreichen - Buch »Poesie der Stille - Tanz des Lebens« verknüpfte Pyar ihren Weg der Befreiung mit buddhistischen Ideen. Nun nutzte sie bei zwei längeren Sommerretreats mit jeweils 120 Teilnehmern einen tibetischen Grundlagentext des Meditationsmeisters Atisha, um ihre Schüler in die Erfahrung dieser Freiheit zu führen. Aus den Mitschriften der beiden Retreats entstand dieses warmherzige und beeindruckende Buch.
Atishas sieben Punkte des Geistestrainings sind eine Kostbarkeit tibetischer Weisheitsliteratur aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. Die praktischen und hautnahen Ratschläge und Unterweisungen sind jedoch nicht verstaubt oder veraltet, sondern gerade mit Pyars Kommentaren versehen, für den modernen westlichen Menschen eine wunderbare Hilfe und praktische Anweisung auf dem weglosen Weg.
Die Erweckung von Bodhichitta, von Erleuchtungsgeist, in dem Weisheit und Mitgefühl zusammen kommen, ist der wesentliche Aspekt des Textes, der hierzu auch die entsprechenden tiefgreifenden Werkzeuge zum Wohle aller Wesen anbietet.
Weisheit und Mitgefühl sind zu allen Zeiten wie zwei Flügel, die uns auf unserem Weg tragen, und sie ermöglichen unsere tiefste Sehnsucht nach dem Erfahren von unerschütterlichem Glück, Frieden und Stille zu erfüllen.
Pyar schreibt voller Hingabe an das allumfassende Sein, wobei immer wieder ein Hauch der Weite, Lachen und Humor den Text durchziehen.
Dieses Buch ist ein Schatz, der uns sowohl herausfordert als auch Hilfestellung für viele Aspekte unseres Seins bietet – vom täglichen Leben und unserem Umgang miteinander bis zur Meditationspraxis und dem Erkennen und Leben letztendlicher Wirklichkeit und Mitgefühls so weit wie der Himmel.
336 Seiten, Hardcover mit Lesebändchen
Über die Autorin
Pyar Troll ist eine Frau, die zeitlebens nach der Wahrheit fragte. Gleichzeitig führte sie ein ganz normales Leben, studierte Medizin, arbeitet als Ärztin und ist seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Ihre Suche endete mit dem Erlöschen der separaten Person, dem Erlöschen der Identifikation mit einem Körper, einem Ich, einem Ego - mit dem, was auch Erwachen genannt wird. Sie arbeitete weiterhin bis zu 60 Stunden die Woche, schrieb nebenbei dieses Buch, und wird, wie Freunde behaupten, »immer pyariger«.